Im Quartier Vauban wurden Straßen beruhigt, Stellplätze gebündelt, Erdgeschosse aktiviert. Baugruppen organisierten Gemeinschaftsräume, Dächer beherbergen Gärten. Kinder bewegen sich frei, Erwachsene kennen sich vom Lastenrad-Verleih. Konflikte bleiben nicht aus, doch klare Regeln und regelmäßige Treffen halten Dialog lebendig. Das Ergebnis: Nähe, die alltagsfest bleibt.
In der Seestadt Aspern sorgen breite Gehwege, vielfältige Erdgeschosssockel, Nachbarschaftsräume und ein dichter Öffi-Takt für Nähe. Gemeinschaftsgärten und Werkstätten stärken Selbstwirksamkeit. Viele Formate wurden ausprobiert, nicht alle blieben. Entscheidend: frühe Beteiligung, transparente Verwaltung, leistbare Mieten. So entsteht Alltagsqualität, die Bewohnerinnen gern weiterentwickeln.
Superilles verwandeln Kreuzungen in Spiel- und Aufenthaltsflächen. Autos fahren außen herum, innen gilt Schrittgeschwindigkeit. Sitzmöbel, Bäume, Kulturprogramme und Nachbarschaftsfeste füllen die neu gewonnenen Räume. Die Umstellung forderte Geduld, doch heute berichten viele Anwohnende von leiserem Schlaf, sichereren Wegen und zufällig gewachsenen Freundschaften quer durch Generationen und Herkunft.